Terroir

Die Weinanbaugebiete von Féchy und die geologischen Eigenschaften ihrer Böden.

Kalkhaltige Böden mit Mergel
  • Durchschnittliche bis lehmhaltige Kalkböden mit einer Tiefe von 100 cm bis 150 cm. Einfach von den Rebenwurzeln einnehmbar.
  • Legt auf einem Mergel, welcher durch den Gletscher verdichtet wurde und für Wurzeln quasi unerreichbar ist.
  • Die Begrünung aller Reihen ist wichtig. So wird die Triebkraft der Reben besänftigt und die Böden an den Hängen vor Erosion geschützt.
  • Dieser Boden verleiht den Weinen Mineralität und im Mund eine feine und samtige Struktur.
  • Die Qualität der Böden hängt von den Entwässerungsarbeiten der Winzer ab. Denn die von Moränen gebildeten, lehmigen Böden halten, obschon die Hänge teilweise steil sind, das Wasser zurück.
Kalkhaltige Böden mit kompaktem, schlammigem Untergrund
  • Durchschnittliche oder lockere Kalkböden mit geringer Tiefe von 50 cm bis 70 cm. Werden rasch von Wurzeln eingenommen.
  • Liegt auf einem eher schlammigen Mergel auf, welcher sehr kompakt ist und in der Tiefe so problematisch das Wasser blockieren kann.
  • Weniger fruchtbare Böden, müssen teils gepflügt werden.
  • Weine dieser Böden sind wie von Feuersteinen mineralisch und in der Struktur pudrig.
  • Auch bei diesen Böden ist die Qualität von der Entwässerung der Winzer abhängig. Vor allem dort, wo sich das Wasser zwischen dem Boden und dem lehmigen Untergrund ansammelt.
Kalkhaltige Kolluvien (angeschwemmtes Material) am Hanguntergrund
  • Veränderliche, braune Kalkböden mit mehr 150 cm Tiefe. Wenig steinhaltig und sehr fruchtbar.
  • Diese Böden entsprechen der Lebenskraft der Reben, so dass hier nur dosiert gepfropft werden muss.
  • Der Kalkgehalt kann höher sein, was dem Wein eine salzige Mineralität beschert.
Nicht kalkhaltige Böden
  • Leichte bis schwere nicht kalkhaltige Böden mit einer Tiefe von rund 150 cm. Sind von den Wurzeln einfach einzunehmen.
  • Erholen sich auf einer sehr kompakten Moräne, welche von den Rebstockwurzeln nicht eingenommen werden können.
  • Diese Bodenart verleiht den Weinen Mineralität, eine grössere Dichtheit und Eigenständigkeit.
  • Einige Parzellen generieren komplexe und elegante Chasselas-Weine.
  • Der Vorteil dieses Bodens ist die Möglichkeit, die Reben auf der Riparia zu pfropfen, die qualitativ hochwertigste Pfropfunterlage.
Steinhaltige Böden auf Erdkegel
  • Die vielen Steine erlauben einen raschen Wasserabfluss und somit einen guten Wärmehaushalt im Boden.
  • Rebstockwurzeln nehmen von den Steinen ihre Charakteristik auf, was den Weinen eine schöne Mineralität verleiht.
Grobkörnige Sandböden
  • Der Sand gibt dem Boden eine sehr leichte Struktur. Dies erlaubt den Wurzeln, im Terroir einzutauchen was den Weinen die Feinheit und im Mund ein prickelndes Gefühl verleiht.
  • Grundsätzlich sind sandige Böden ergiebiger für Weissweine.
Rote nicht kalkhaltige Böden
  • Diese Böden korrespondieren mit den Rollsplitt-Anhäufungen im Grundboden und fördern aufgrund einer starken Durchlüftung des Bodens das Eisenoxid
  • Es ist interessant, die Trauben dieser Fläche gesondert vergären zu lassen, denn diese roten, nicht kalkhaltigen Böden verleihen den Weinen einen tollen Gehalt.